Der 1968 in Leipzig geborene Kontra und E-Bassist/Gitarrist Franz Schwarznau ist seit mittlerweile über zwanzig Jahren in den verschiedensten Bereichen als Musiker, Songschreiber und Komponist aktiv. Er schloß 1999 ein Musikstudium im Bereich Jazzbass an der HfMuT „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig ab. Während seines Studiums spielte er vor allem in Hip Hop-, Funk-und Dub-orientierten Bands, unter anderem kam es zu einer dauerhaften Zusammenarbeit mit dem Leipziger Produzenten DJ Opossum. Zur selben Zeit tourte Franz Schwarznau mit dem Sänger Lee Greenway der Nottinghamer Folk/Punkband „Wholesome Fish“. Die beiden veröffentlichten unter dem Namen „Blabbermouth“ die CD „Up high on top of the world“.

Nach der Jahrtausendwende begleitete er die beim Label „what´s so funny about“ unter Vertrag stehende deutschsprachige Elektropopband Unicycleman auf mehreren Touren für das Goethe-Institut als Bassist/Gitarrist, unter anderem nach Russland, Vietnam, Thailand und Südostafrika. Aus Unicycleman ging das Instrumentalprojekt Molto hervor, mit dem er eine CD („2:1“) veröffentlichte und Fritz Langs Stummfilm „Spione“ neu vertonte und mehrmals live aufführte.

Zur selben Zeit begann er eine bis heute andauernde Zusammenarbeit mit dem stark von archaischer Bluesmusik beeinflussten Sänger und Slide/Pickinggitarristen Jörg Schneider. Die beiden releasten mit Schneiders Band „Last fair deal“ zwei CDs und tourten über mehrere Jahre deutschlandweit. Seit 2008 sind sie als Duo oder zusammen mit dem Dresdner Schlagzeuger Matthias Macht bis heute unterwegs und veröffentlichten 2011 die CD „Feed that fire“, an der Franz Schwarznau auch als Songwriter und Produzent beteiltigt war.

Von 2008-2010 arbeitete F. Schwarznau für den deutschen Songpoeten Wenzel, wobei vor allem ein Programm zu vertonten Texten von Christoph Hein im Mittelpunkt stand. Außerdem wirkte Schwarznau an der CD „Kamille und Mohn“ mit.

Die Zusammenarbeit mit der russischen Pianistin und Komponistin Lora Kostina begann 2007 und dauerte bis 2015 an. Neben zahlreichen Konzerten veröffentlichte das Lora Kostina Trio  in dieser Zeit drei Cds, „Unterbrochener Kreis“, „Vorahnung“ und ein Livemittschnitt von den Zwickauer Schumannfesttagen 2013. Im Mittelpunkt der Musik des Pianotrios standen Kompositionen Kostinas, die sich zwischen dem allgemeinen Verständnis europäischer Kunstmusik, Grenzbereichen der Klassik und Anleihen aus dem sogenannten Modern Jazz bewegten.

Im Jahre 2014 komponierte Franz Schwarznau die Musik für das Theaterstück „Abgänge“ (nach Markus Werner) der Theatercompagnie „erweiterte zugeständnisse leipzig/wien“, das Stück wurde in Deutschland und der Schweiz erfolgreich aufgeführt.

Seit 2016 ist er Mitglied im Leipziger Tangoquartett Alma de Arrabal um die Sänger und Schauspielerin Beate Furcht.

Franz Schwarznau unterrichtet privat und arbeitet als Gitarrenlehrer an der Leipziger Kreativitätsschule BIP.